Hintergrundbild mit bunten Streifen

Tagungsprogramm

Moderation: Mercedes Pascual Iglesias

Journalistin und Redakteurin

09.00  Come together - erlebnisorientiert

Diversity-Parcours, entwickelt von ManuEla Ritz, gemeinsam mit bbw-Teilnehmer_innen
Galerie mit Kunstwerken von Thomas Kahlau

10.00  Begrüßung

Renée Eve Seehof, Geschäftsführerin bbw Südhessen

10.15 Grußwort

Maren Müller-Erichsen, Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderung

10.25  Vortrag 1 – Inklusion als Ethos

Dr. Thomas Ebers, Institut für angewandte Philosophie und Sozialforschung, Bonn

11.00  Poetry Slam – Wortreich & gehaltvoll

Auszubildende des bbw Südhessen

11.10  Stark werden – Stark sein – Starke Vorbilder im Gespräch

Thomas Kahlau, Mundmaler
Jasmin Ziemann, Sängerin & Moderatorin, ehemalige bbw-Auszubildende
Karine Babayants, InteGREATer e.V.

11.40  Kaffeepause

 

12.00  Lesung – Die Kraft in mir

Thomas Kahlau

12.20  Musikalisches Intermezzo

Jasmin Ziemann

12.30  Vortrag 2 – Diversity & Empowerment: Vielfalt als Stärke – Vielfalt stärken

Judy Gummich, Diversity-Beraterin und Trainerin

13.00  Aktive Mittagspause – Erleben & Genießen

Internationales Buffet
Diversity-Parcours
Galerie Thomas Kahlau
Bunt & Einzigartig: Vielfalt und Kreativität in der floralen Welt
Mehlstaub & Backofenduft: Interkulturelle Küchenaktion mit Jugendlichen

14.00  Workshops – inklusive Kaffee- und Kuchenpause
           

Workshop 1

Vielfalt erfahrbar machen: DenkSchubladen erkennen und öffnen

Leicht verständlich: "Vielfalt erleben"

ManuEla Ritz, Dipl.-Sozialpädagogin und (Drehbuch-) Autorin

Wurden Sie jemals gemobbt und wissen, wie sich das anfühlt? Haben Sie das Wort Adultismus schon einmal gehört? Ist ein Mensch behindert oder werden Menschen von und in unserer Gesellschaft be- und verhindert? Auf dem „Diversity-Parcours“, der während der gesamten Fachtagung erfahrbar ist, finden Sie Antworten auf diese und viele andere Fragen. Im Workshop erwarten Sie die jungen Menschen, die den Parcours konzipiert haben – zum hautnahem Erleben ihres Verständnisses von Vielfalt und was passiert, wenn Vielfalt nur eine Worthülse ist, die nicht be- und gelebt wird.
Eine Woche lang beschäftigten sich 13 Auszubildende aus dem bbw zusammen mit der Trainerin ManuEla Ritz mit dem Thema Diversity. „Bei Vielfalt geht es um Unterschiede, Gemeinsamkeiten und um Zusammenhalt.“ – „Vielfalt rockt!“ Das und vieles mehr fanden die jungen Männer und Frauen heraus. Und sie beschäftigten sich auch mit der „dunklen Seite der Macht“, der Kehrseite von Vielfalt: Diskriminierung. Das Ergebnis dieser produktiven Woche ist der Diversity-Parcours; eine Hindernis-Laufbahn also, die die Besucher_innen des Fachtages einlädt, nicht nur über Diversity zu reden, sondern Vielfalt auch auf vielfältige Weise zu erleben. An Stationen und in Räumen, in denen es beispielsweise um Themen wie ‚arm versus reich’ und ‚Heterosexismus’ geht oder auch um Träume, die manchmal in Erfüllung gehen, manchmal aber auch wie Seifenblasen zerplatzen ...
An all diesen Stationen erhalten Sie den ganzen Fachtag über spannende Einblicke in diverse Vielfalts-Aspekte. Im Workshop erwarten Sie die „Macher_innen“ des Parcours und weitere Stationen, die eine intensive Auseinandersetzung mit einzelnen Themen eröffnen.

Leicht verständlich:

Wir erfahren,
wie verschieden die Menschen sind.
Und wir finden heraus,
was wir über die anderen denken,
obwohl wir sie vielleicht gar nicht kennen.
Und ob unsere Meinung stimmt.

Workshop 2

Diversity trainieren: Ziele, Anwendungsmöglichkeiten und Methoden

Leicht verständlich: "Anders sein dürfen"

Judy Gummich, Diversity-Beraterin und Trainerin

Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt werden zunehmend gefragt. Um diese zu stärken werden unter anderem Diversity-Trainings angeboten.

Dieser Workshop bietet die Möglichkeit den Ansatz, die Grundgedanken, Methoden und Einsatzmöglichkeiten von Diversity-Trainings kennen zu lernen und sich dazu auszutauschen.
Dabei geht es u.a. um folgende Fragen:

  • Was sind Diversity-Trainings?
  • Welche Diversity-Dimensionen werden berücksichtigt?
  • Welche thematischen Inhalte werden angesprochen?
  • Welche methodischen Ansätze werden gewählt?

Je nach Diskussionsverlauf, Zeitrahmen und Wünschen der Teilnehmenden kann eine kurze Übung einen konkreten Einblick in Methoden von DiversityTrainings geben.

Leicht verständlich:

Wir lernen,
wie wir mit unterschiedlichen Menschen klar kommen.

Workshop 3

Sprechen wir über Ausgrenzung: AntiBias-Training zur Arbeit mit Vorurteilen

Leicht verständlich: "Gegen Ausgrenzung"

Tatjana Leinweber, Weiterbildnerin u.a. zu den Themen Antidiskriminierung und Inklusion
Mercedes Pascual Iglesias, Journalistin und Redakteurin

Gesellschaftliche Diskriminierung und Ausgrenzung sind die Kehrseiten von Inklusion.
Die Anti-Bias-Arbeit (Bias = Vorurteil/ Voreingenommenheit, Schieflage) hat zum Ziel, Kinder, Jugendliche und Erwachsene für Vorurteile und Diskriminierung zu sensibilisieren. Vorurteile und Diskriminierungen zu erkennen und verantwortungsbewusst für sich selbst und andere einzustehen kann und muss immer wieder erlernt werden. Der Anti-Bias-Ansatz geht davon aus, dass jeder Mensch Vorurteile hat, die er oder sie seit frühester Kindheit erlernt. Dies geschieht in erster Linie über Bilder und Haltungen, die durch das eigene Umfeld vermittelt werden.
In Übungen kann emotional und sachlich begreifbar werden wie Diskriminierung funktioniert und zwar für diskriminierte wie auch für diskriminierende Personen. Das Training regt dazu an, ausgrenzende Mechanismen bewusst zu verlernen und Handlungsalternativen zu entwickeln.
Der Workshop gibt anhand konkreter Übungen einen Einblick in die Anti-Bias-Arbeit. Durch eigenes Ausprobieren können die Teilnehmenden die Arbeitsweise des Ansatzes konkret erfahren.

Leicht verständlich:

Wir lernen,
was wir gegen unsere falschen Gedanken über anderen tun können.

Workshop 4

Diversitykultur als Chance für Unternehmen: Inklusion ermöglichen

Leicht verständlich: "Eine bunte Truppe für die Firma"

Denise Hottmann, Diversity & Inclusion Managerin, Boehringer, Ingelheim
Frédéric Lauscher, Geschäftsführer, Frankfurter Verband
Michael Schneider, Geschäftsführer, SCHNEIDER BILDSTEIN INNENEINRICHTUNGEN, Offenbach
Cemal Ates, Geschäftsführer, C. Ates Ihr Malermeister, Berlin

Damit für Unternehmen und für Menschen mit den unterschiedlichsten individuellen Hintergründen, Kompetenzen und Profilen ein fruchtbares Zusammenkommen gelingt,  bedarf es einer förderlichen Unternehmenskultur und eines entsprechenden Selbstverständnises. Diversitymanagement heißt das Zauberwort. Damit verbunden ist, dass Raum für die Unterschiedlichkeiten von Interessen, Herkunft, Religion, Geschlecht, Qualifikationund Persönlichkeit ist,  um sie mit den unternehmerischen Zielen  anzusprechend zu verbinden.  
In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels und gesellschaftlichen Wertewandels begünstigt die Umsetzung von Diversitymanagement  in  großen Unternehmen genauso wie in kleinen und mittelständischen Unternehmen oder in sozialwirtschaftlichen Betrieben eine von Vielfalt geprägte Kultur. So erwachsen neue Perspektiven für Unternehmen, Mitarbeiter_innen und Kund_innen. 

Die drei Referent_innen werden in diesem Workshop ihre jeweiligen Unternehmenskonzepte und -erfahrungen präsentieren, Anregungen geben und zur Diskussion stellen. 

Leicht verständlich:

Drei Vertreter von Firmen erzählen:
Warum Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen Stärken und Erfahrungen gut für ihre Firma sind.

Workshop 5

Persönlichkeitsfördernde Ausbildungs- und Lernwege: Neue Perspektiven eröffnen

Leicht verständlich: "Für jeden die passende Ausbildung"

Walter Krug, Geschäftsführer BBW Abensberg
Zahira Baumann, INBI, Mainz
Katja Milanowski, Sozialarbeiterin im bbw Südhessen
Rika Neuhaus, Sozialpädagogin, Faprik e.V., Frankfurt

Erfolgversprechende Wege in Ausbildung und Arbeit setzen voraus, dass sie zur Individualität und Unterschiedlichkeit der Jugendlichen passen.
Was für den einen jungen Menschen der Königsweg ist, kann für den anderen exakt das Gegenteil bedeuten. Drei beispielhafte Wege sollen in diesem Workshop vorgstellt werden, die immer dann von Erfolg gekrönt sein können, wenn Sie an den Stärken und Potenzialen des einzelnen jungen Menschen anknüpfen.

Unterstützt durch Erfahrungsberichte von Auszubildenden und Teilnehmer_innen, die ihre berufliche Perspektive vor dem Hintergrund der vorgestellten Modelle gefunden haben, will der Workshop förderliche und hinderliche Rahmenbedingungen auf den Weg in die Ausbildung und Arbeit beleuchten.

Leicht verständlich:

Vier Personen berichten,
wie Jugendliche mit besonderer Hilfe ihre Ausbildung schaffen können.

Workshop 6

Diversity-Kompetenz in der Beratungsarbeit: Haltung klären

Leicht verständlich: "Besondere Menschen brauchen besondere Beratung"

Barbara Weißbach, iuk Institut für sozialwissenschaftliche Technikforschung, Dortmund

Die Teilnehmenden berichten zunächst über eine starke persönliche Erfahrung mit Diversität/Anders-Sein bzw. Sich-anders-Fühlen anhand einer Karten-Methode aus den Niederlanden. Aus den Antworten ergibt sich der Einstieg in das Thema Diversity-Kompetenz, zu dem ein kurzer Theorie-Input gegeben wird. Unterschieden wird zwischen sozialen und kommunikativen Fähigkeiten, die in Grenzen trainierbar und erlernbar sind sowie der grundsätzlichen Haltung und Einstellung, mit der Rat- und Hilfesuchende unterstützt werden können.

Anschließend werden anhand konkreter Fälle - gerne auch Fälle aus der Praxis der Teilnehmenden - verschiedene Facetten von Diversity-Kompetenz diskutiert.

Am Ende des Workshops sollen die Teilnehmenden eine persönliche Idee erhalten oder vertieft haben, wie sie ihre eigene Diversity-Kompetenz weiter entwickeln möchten - im Sinne einer ganz persönliche Lernherausforderung.

Leicht verständlich:

Wir erfahren,
worauf Berufs-Beraterinnen und Berufs-Berater achten müssen.

Workshop 7

Partizipation und Teilhabe in betreuten Wohngruppen: Gemeinsam Selbstbestimmung leben

Leicht verständlich: "Wir bestimmen selbst"

Katja Gast, Bereichsleiterin Welträume, bbw Südhessen
Bernhard Altert, Abteilungsleiter Wohnen-Beraten-Fördern, bbw Südhessen

Partizipation und Beteiligung als Grundlage unseres pädagogischen Leitbildes und Handelns stellt eine wichtige Voraussetzung für die (Weiter-)Entwicklung der individuellen Persönlichkeiten unserer Jugendlichen im bbw dar. Wertschätzung und Authentizität, Ehrlichkeit, Interesse und Einsatzbereitschaft, Freundlichkeit, Geduld, Empathie, gegenseitiges Zuhören, Ermutigung, Aufgeschlossenheit und Motivationsfähigkeit sollen die Jugendlichen darin bestärken, sich einzubringen und zu beteiligen. Damit sollen Selbstwirksamkeit, Empowerment und eine wirksame Vertretung eigener und Gruppen-Interessen erlebbar gemacht werden.
Doch wie gestalten und leben wir in den Jugendhilfe-Wohngruppen der WeltRäume, in den Wohngruppen im Rahmen von Reha-Ausbildung und Berufsorientierung aber auch im Freizeitbereich „mit denken“ – „mit reden“ – „mit planen“ – „mit entscheiden“ – „mit gestalten“ – „mit verantworten“ ?
Dies möchten wir Ihnen gemeinsam mit Mitarbeiter_innen, Teilnehmer_innen und Bewohner_innen vorstellen und Sie in diesem Workshop dazu einladen, sich selbst zu beteiligen, einzubringen und unser Konzept von Beteiligung und Partizipation zu erfahren und kritisch zu beleuchten.

Leicht verständlich:

Wir erfahren,
wie die Bewohnerinnen und Bewohner in betreuten Wohngruppen
gemeinsam ihren Alltag regeln.

Workshop 8

Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt stärken und schützen: Haltung entwickeln

Leicht verständlich: "Es ist egal, wer du bist und wen du liebst"

Stephanie Nordt, Bildungsinitiative queerformat, Berlin

Eine Sensibilisierungsübung und ein Fallbeispiel führen die Teilnehmenden ins Thema des Workshops ein, eine interaktive Wissensgalerie informiert sie anhand aktueller Forschungsergebnisse über die spezifischen Lebenslagen von queeren Jugendlichen.

Der Kurzfilm "Vielfalt stärken und schützen" verdeutlicht, welche Bedeutung geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in der Arbeit mit Jugendlichen haben, insbesondere was die Intervention bei homophoben und transphoben Sprüchen in der offenen Jugendarbeit angeht.

Die Teilnehmenden lernen ausgewählte Materialien für die Arbeit mit Jugendlichen kennen und diskutieren ihre Praxisfragen.

Leicht verständlich:

Wir erfahren:
Wie schlimm es zum Beispiel für schwule oder lesbische Jugendliche ist,
wenn sie geärgert oder beleidigt werden.
Und wie man sie davor beschützen kann.

Workshop 9

Wortstark – das RAP-Projekt: Haltung zeigen

Leicht verständlich: "Wort-Stark"

Jonas Knab, Künstler, ehemaliger bbw-Auszubildender
Nicole Epifani, bbw-Sozial- und Musikpädagogin

Rap ist ehrlich. Rap ist „straight from the heart“. Der Rap nimmt Dich so, wie Du bist. 
In all seiner Vielfalt transportiert dieses Genre Emotionen, Meinungen und Positionen mit großer Offenheit.
Rap ist persönlich. Die besondere Sprachästhetik im Rap ist häufig direkt und drastisch. In ihrer Vehemenz ist es möglich, Emotionalität zu zeigen, ohne schwach zu wirken. Rap macht es möglich, Haltung zu zeigen und seinen eigenen Ausdruck zu finden. Neben dem kreativen Umgang mit Texten, Worten und der eigenen Stimme untersucht der Workshop die Potentiale des Rap-Genres.

Leicht verständlich:

Wir hören und machen Rap-Musik.
Bei Rap-Musik geht es um die eigenen Gefühle.
Wir probieren aus,
wie man die Gefühle in einem Lied-Text am besten beschreiben kann.

Workshop 10

Mehlstaub & Backofenduft: Interkulturelle Küchenaktion mit Jugendlichen

Leicht verständlich: "Mehl-Staub und Backofen-Duft"

Ida Todisco, Mitarbeiterin im bbw Südhessen mit bbw-Teilnehmer_innen
Annette Simonsmeier, bbw Ausbilderin in der Küche

Gemeinsam mit bbw-Teilnehmern_innen aus unterschiedlichen Herkunftsländern werden in dem Workshop deren Lieblingsgerichte gekocht & gebacken. Dabei sollen neben dem gemeinsamen Kochen das Kennenlernen und der Austausch mit den Teilnehmer_innen im Zentrum stehen.
Eine Auseinandersetzung mit kultureller Identität, Unterschieden und Gemeinsamkeiten bilden hier den Hintergrund der Begegnungen zwischen Tagungsgästen und Auszubildenden. In den interaktiven „Küchengesprächen“ kann man so u.a. mehr über die Herkunft und die Ausbildung der Teilnehmer_innen wie auch über ihre mitgebrachten Gerichte erfahren: Wie werden die Speisen hergestellt? Woher stammen die Gerichte? Und warum sind sie Lieblingsgerichte geworden? Jedes Rezept erhält so einen individuellen Zugang und ganz unterschiedliche Momente: von Küchengeplauder bis zu Infos aus dem Leben der Teilnehmer_innen oder auch kleineren Ausflügen zu Herstellung, Gewürzen, Traditionen oder Erinnerungen, die mit dem Gericht verbunden sind.
Zum Abschluss der Fachtagung werden die kulinarischen Ergebnisse präsentiert & den Fachtagungsgästen zur Verkostung angeboten.

Leicht verständlich:

bbw-Mitarbeiterin Ida Todisco und bbw-Teilnehmerinnen und Teilnehmer
kochen gemeinsam mit Ihnen Speisen aus der ganzen Welt.
Dabei kann man über alles Mögliche reden:

  • Wo man herkommt
  • Wie man lebt
  • Die Koch-Rezepte.

 

Wir freuen uns, wenn auch Auszubildende und Jugendliche an den Workshops teilnehmen.

 

16.00 Musikalisches "Potential" 

Jonas Knab

16.05  Tagungsimpressionen & Ausklang mit Street Stomp

 

bis 17.30 Galerie und Diversity Parcours